28.03.2017

Roaming und Servicenummern von Handy aus günstiger ab 2010

28.12.2009 von · Artikel kommentieren 

Der Dezember geht zur Neige, es wird somit Zeit für Jahresrückblicke und Prognosen für das bevorstehende neue Jahr. Wenn sich der Branchenverband BITKOM gewohnt zum Jahresende zu Wort meldet, geht es in den allermeisten Fällen um positive Veränderungen zugunsten der Verbraucher. So auch dieses Mal. Einerseits berichtet der Verband über das Ergebnis einer aktuellen Umfrage, die man gemeinsam mit den Experten des Institutes Forsa zum Silvester-Fest durchgeführt hatte unter 1000 Deutschen im Alter von mindestens 14 Jahren. Diese Umfrage legt nahe, dass in der Neujahrsnacht in Deutschland gut 290 Millionen SMS mit Grußbotschaften durch die Netze der verschiedenen Provider flattern werden.

Wesentlicher aber sind für die Handy-Nutzer selbst die Hinweise des Branchenverbands hinsichtlich einiger wesentlicher Veränderungen bestehender Rechtlagen in Deutschland und der EU, die im kommenden Jahr in Kraft treten und für die Nutzer zu teils deutlichen Sparmöglichkeiten führen werden. 2010 wird vor allem hinsichtlich der Roaming-Kosten mit Verbesserungen auftrumpfen können, dafür hat die Europäische Union gesorgt. Ab dem Sommer gelten für Gespräche mit dem Mobiltelefon im Ausland andere Konditionen, dafür hat eine neue Roaming-Verordnung der EU-Kommission gesorgt.

Der bisherige Höchstsatz, den die Anbieter von ihren Kunden verlangen durften, wird 2010 von vormals 43 auf nur noch 39 Cent je Gesprächsminute nach unten korrigiert. Und auch beim Mindestwert wurde nachgebessert. Dort liegt der Wert im Rahmen der Senkung dann bei 15 statt der bisherigen 19 Cent pro Minute, den die Provider verlangen dürfen. Zu den Kosten muss die jeweilige Mehrwertsteuer kalkuliert werden. Freuen dürfen sich die Mobilfunk-Kunden aber schon jetzt auf das Jahr 2011, denn dann wird eine erneute Senkung erforderlich. Früher als beim Gesprächs-Roaming geht die Neuregelung bei so genannten Datenroaming vonstatten.

Hier ist bereits ab März für neue Vorschriften für den Kundenschutz sowie die vertraglich nötige Transparenz von Seiten der Anbieter zu sorgen. Die wohl wichtigste Regelung ab dem kommenden: Die Provider müssen am März 2010 ein sinnvolles Angebot unterbreiten, das eine Obergrenze für die Datenverbindungen im Rahmen von Datenverbindungen im Roaming-Format vorsieht. So fordert die Kommission der EU von den Betreibern, dass diese (abgesehen von einem Maximum in Höhe von 50 Euro zzgl. MwSt. pro Monat) weitere Obergrenzen anbieten müssen. Ab dem Monat Juli wird das Limit von 50 Euro dann für alle Verträge der Kunden verbindlich gelten, die sich ihrerseits nicht für eine andere Tarifklasse entschieden haben, um sich vor allzu hohen monatlichen Kosten für den Datentransfer zu schützen.

Neue Rahmenbedingungen treten im kommenden Jahr auch für Telefonate zu den so genannten 0180-Rufnummern in Kraft. Hier hat eine Korrektur des Telekommunikationsgesetzes dafür gesorgt, dass ebenfalls leichter verständliche Kostenmodelle entstehen werden, hinzu kommt eine höhere Transparenz für die Servicenummern. Hier profitieren die Handy-Nutzer einmal. Anders als bisher sind die Anbieter der Hotlines ab 2010 gezwungen, auch für Anrufe vom Mobilfunk-Netz aus die genauen Höchstkosten verbindlich anzugeben, um die Anrufer bei Gewinnspielen und anderen Nummern auf die zu erwartenden Ausgaben hinzuweisen. Das Gesetzt sieht dann bei Anrufen aus dem Handy-Netz einem Höchstpreis von 60 Cent für einen Anruf oder einen Minutenpreis von 42 Cent vor.

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