22.07.2017

Neue Studie hält Handystrahlung und Grenzwerte für ungefährlich

24.12.2009 von · Artikel kommentieren 

Wenn es eine Tatsache gibt, die in wissenschaftlichen Arbeitsbereichen immer wieder bestätigt wird, dann ist es die, dass zu jeder Studie mindestens eine andere zu finden ist, die das genaue Gegenteil zum Ausdruck bringt und dafür durchaus nachvollziehbare Argumente findet. So ist es nicht verwunderlich, dass dies auch und gerade bei den Forschungen zum Thema der möglichen Gefahren durch den Einsatz von Handys durch Kinder und Heranwachsende der Fall ist. Vergessen werden darf dabei nicht, dass die Branche alljährlich Milliardenumsätze in die Kassen der Hersteller bringt.

Nachdem in den USA derzeit Gesetzesentwürfe geprüft werden für die unmissverständliche Kennzeichnung von Mobiltelefonen hinsichtlich ihrer Risiken (etwa in Form verschiedener Krebserkrankungen), geben die Experten des Forschungszentrums Jülich in hiesigen Gefilden einstweilen Entwarnung hinsichtlich der Strahlungsgefahren. Im Rahmen des brandaktuellen Berichts mit dem aussagekräftigen Titel „Kindergesundheit und Hochfrequenzexposition“ wird bestätigt:

Derzeit gibt es keine wirklichen Hinweise darauf, dass die Strahlungsbelastungen durch Mobiltelefone für den Nachwuchs zu gesundheitlichen Problemen führen können. Die Forscher sind sich zumindest insofern einig, dass die beim Gebrauch entstehenden Mobilfunkfelder wenigstens aktuell nicht als Verursacher von Beschwerden erkannt werden können. Und auch in einem anderen Punkt, bei den Mobilfunkbasisstationen (die immer wieder Thema hitziger Debatten zwischen Befürwortern und Gegnern der Handys sind), gibt es keine Anzeichen auf eine gesundheitliche Gefährdung von Kindern und Jugendlichen.

Der Bericht der Forscher ist im Grunde eine Auswertung bisherigen Studien, die weltweit zum Thema durchgeführt wurden. Die aktuellen Grenzwerte scheinen somit vollkommen ausreichend als Schutz. Dennoch machen sich die Jülicher Experten dafür stark, dass die Erforschung von Strahlung von Handys und den Netzen weiterhin ausführlich und regelmäßig Objekt von Studien sein sollten. So sollen zukünftig Langzeitstudien erstellt werden.

Für die Eltern sind die Ergebnisse solcher Studien alles andere als unwichtig. Denn schon heute besitzen laut dem Informationszentrum Mobilfunk mehr als 60 Prozent aller Schulkinder (im Alter bis 18 Jahren) bereits ein Mobiltelefon, das sie allein benutzen Und zu Weihnachten sind die neuen Smartphones und Handys immer öfter die Nummer 1 auf den Wunschzetteln der Kids. Da freut es die Eltern, wenn sie sich beim Schenken keine Sorgen über gesundheitliche Risiken für die Kinder machen müssen.

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