26.10.2014

Das iPhone als Arbeitsgerät für Polizei und Militär?

17.12.2009 von · Artikel kommentieren 

Noch vor wenigen Jahren wäre es kaum denkbar gewesen, dass mobile Telefone als eine Art Kriegsgerät zu militärischen Zwecken zum Einsatz kommen. Mittlerweile aber kann – getreu dem früheren Motto eines bekannten Automobilherstellers aus Asien – gesagt werden: Nichts ist unmöglich. Und so wurde denn auch am gestrigen Tage erst die neue Applikation One Force Tracker vorgestellt, die auf dem Apple iPhone eingesetzt werden kann.

Im amerikanischen Tucson wurden während der Konferenz „Intelligence Warfighting Summit“ die Einblicke in die Software gewährt, die vom bekannten Rüstungskonzern Raytheon entwickelt und nun angeboten wird. Ihrem Namen entsprechend soll One Force Tracker dabei helfen, Mitglieder aus den eigenen Reihen wie auch Gegner zu orten. Dabei soll die Ortung sogar in Echtzeit vonstatten gehen.

Integriert sind nicht nur extrem sichere Technologien für die Übertragung von Signalen und Daten. Zudem bietet die Applikation die passenden Landkarten, die ebenfalls in Echtzeit angezeigt werden. Nicht ausschließlich für militärische Zwecke soll das Programm auf dem iPhone eingesetzt werden. Auch für Rettungskräfte von Feuerwehr oder für die Polizei soll das App zukünftig laut Unternehmensstellungnahme als Arbeitsgerät eingesetzt werden.

Einsetzbar ist die Software mit jedem normalen Apple-Handy zusätzliche Sonderausstattungen sind nicht nötig, wie es aus der Entwicklungsarbeit von Raytheon heißt. Interessant an der Meldung ist weniger die Tatsache, dass es eine solche Anwendung überhaupt gibt. Dies war nur eine Frage der Zeit. Spannender präsentiert sich da schon die Reihenfolge der Veröffentlichung.

Denn normalerweise profitieren die Verbraucher schrittweise von Entwicklungen auf dem Sektor der militärischen Technologien. In diesem Fall jedoch nutzt das Militär nun also eine Technologie, die zuvor bereits im Bereich der Consumer Electronics verfügbar war. Gedacht ist die Applikation One Force Tracker insbesondere auch für den Einsatz im Bereich der Social Media-Angebote im (mobilen) Web.

So soll die Software unter anderem dafür sorgen, dass Soldaten (und entsprechend andere Staatsdiener) per Facebook und Co vernetzt werden können. Bei der Bereitstellung der Landkarten vertraut man nun auf Konzepte, die schon im Bereich des bekannten Google Maps-Angebotes eingesetzt werden. Auf den iPhones soll der Tracking-Applikation nun aber doch etwas modifiziert und verbessert werden. So soll laut dem Hersteller zukünftig auch der Paralleleinsatz verschiedener Programme ermöglicht werden. Hier findet sich momentan noch ein Schwachpunkt des Smartphones von Apple.

Schreib uns deine Meinung

Sag uns was du denkst...
...oh, und wenn du ein Bild zu deiner Meinung anzeigen lassen willst hol dir doch einen Gravatar.

Du musst angemeldet sein um deine Meinung zu schreiben.