27.11.2014

Marktführer Nokia gibt sich bei Handyproduktion selbstkritisch

27.11.2009 von · Artikel kommentieren 

Eigentlich könnte man als außenstehender Beobachter eher erwarten, dass sich der finnische Handyhersteller Nokia eher auf seinen Lorbeeren ausruht. Doch davon ist derzeit nichts zu sehen. Bezüglich der eigenen vergangenen Kollektionen gibt man sich beim Hersteller eher nüchtern und durchaus kritisch. Dass man sich in der Vergangenheit weitaus stärker mit technischen Basics habe, sei im Bereich des Designs manches versäumt worden, so Anssi Vanjoki, Vorstand für Vertrieb und Marketing im Hause Nokia, in aktuellen Stellungnahmen zur Position des Konzerns.

Zukünftig will man diesbezüglich vieles besser machen als bisher. Bezug nimmt der Vorstand damit vor allem auch bezüglich des großen Erfolgs, den Apple mit seinem iPhone weltweit erzielen konnte. Ab sofort soll die Bedienbarkeit der eigenen Smartphones und Handys gezielt verbessert werden, außerdem will man beim Design deutlich zulegen und auf innovative Konzepte Wert legen. So möchte Nokia den derzeitigen Verlusten bei den Marktanteilen endlich einen Riegel vorschieben. Zuletzt brachten es die Finnen nur noch auf einen Anteil von rund 37 Prozent.

Mehr Bedienkomfort und gute Optik – diese beiden Faktoren sollen das Unternehmen wieder zur ehemaligen Stärke führen. Was genau die Verbraucher sich nun aber von Ansagen versprechen dürfen, dazu hält sich Vanjoki eher bedeckt. Alles und nichts können die Statements für die kommenden Kollektionen bedeuten. Die Einsicht aber, dass Fehler geworden sind, macht Hoffnung für die vielen Fans der Marke. Offene Worte findet der Vorstand aber insofern, als dass man klar Stellung zur Konkurrenz bezieht.

Das iPhone etwa bezeichnet der Nokia Marketingvorstand als Nischenprodukt, das nur bedingt massenkompatibel sei. Gravierend mehr Einfluss werde Apple kaum gewinnen in den kommenden Jahren. Gleiches sieht der Manager im Bereich der Betriebssysteme für Handys und Smartphones. So hält er Googles Android eher für einen Hype. Am Bestand des Systems Symbian als bestes Modell besteht für das Unternehmen also kaum ein Zweifel.

Damit ist Nokia bereits der zweite Vertreter der Branche, der sich nicht gerade zufrieden mit früheren Entscheidungen bei der Produktentwicklung und –Gestaltung präsentiert. Zuletzt war es der Hersteller Sony Ericsson, der ähnliche Positionen vertrat und sogar davon sprach, man habe sich verrannt. Für die Verbraucher können solche mitunter durchaus berechtigte Selbstzweifel im Grunde nur von Vorteil sein. Denn letzten Endes sind sie diejenigen, die von besseren Entwicklungen und größerem Engagement der Hersteller profitieren.

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