Vorsicht beim Handy-Vertrag als Weihnachtsgeschenk
16.11.2009 von Mtn · Artikel kommentieren
Subventionierte Handys – so prognostizieren es wenigstens derzeit viele Experten – werden bald nur noch selten auf dem deutschen Mobilfunkmarkt zu finden sein. Ob diese Einschätzungen zutreffend sind, müssen die kommenden Monate erst noch zeigen. In einem Zusammenhang sind die günstigen Handys aber nach wie vor begehrt. So verschenken viele immer noch zu Weihnachten die auf den ersten Blick so günstigen Handys mit Anschaffungskosten in Höhe von einem oder maximal ein paar Euro.
Wie passend die Aussage ist, dass nicht alles gut ist, was gut gemeint ist, lässt sich an diesem Mobilfunk-Angeboten denkbar einleuchtend ablesen. Experten für Mobilfunkfragen weisen wie jedes Jahr vor den Weihnachtsfeierlichkeiten darauf hin, dass solche Geschenke eher wenig ratsam sind. Grundsätzlich sollten Verbraucher mit der Absicht, Handys (oder andere Technik-Produkte) zu verschenken, auf solche Angebote verzichten, weil sie mit einer vertraglichen Bindung verknüpft sind.
Infrage sollten stets nur solche Geräte kommen, die ohne einen Vertrag oder die Bindung an einen bestimmten Anbieter nutzbar sind. Andernfalls droht das böse Erwachen angesichts der möglichen Folgekosten. Wenn es unbedingt ein Handy zu Weihnachten sein soll, müssen die Schenkenden an etwaige Folgekosten denken. Selbst dann, wenn sie dem Beschenkten für die gesamte Vertragsdauer die Kosten wie Grundgebühren und sonstige Extras abnehmen. In vielen Fällen sind die Subventionsangebote vor allem eines: teuer.
Was beim Kauf noch erstaunlich günstig wirkt, ist vielfach nichts anderes als Strategie. Denn die Gebühren bei diesen Angeboten sind meist dementsprechend höher als wenn die Verbraucher nur eine SIM-Karte für ein bereits vorhandenes Handy benötigten. Wenn es dann aber doch ein Handy mit Vertrag sein soll, sollten die Kunden wenigstens darauf Wert legen, dass die mitgelieferten Geräte nicht mit einem SIM-Lock ausgestattet, der die Verwendung in Verbindung mit einem anderen Tarifmodell unmöglich macht. Sonst ist am Ende der Beschenkte der Dumme, der die unnötig höheren Kosten tragen muss.
Problematisch an einem Geschenk dieser Art ist auch, dass die Schenkenden – etwa im Falle von Eltern mit dem Wunsch, ihrem Nachwuchs einen Vertrag zu schenken – gar nicht genau wissen, ob der Tarif vor allem für Telefonate, Einsätze im mobilen Internet oder den SMS-Versand genutzt wird. Dies ist aber der zentrale Punkt, um die günstigen Angebote ausfindig zu machen. Zudem ist wegen schwankender Netzabdeckungen nicht jeder Internet-Tarif überall der Richtige. Idealerweise wählt man das Geschenk in diesem Fall also gemeinsam mit den Beschenkten aus, um mögliche Komplikationen beim ersten Einsatz zu verhindern. Freuen können sich die Empfänger schließlich immer noch über ihr neues Handy. Schon allein, weil bekanntlich auch das Design der Handys eine Geschmacksfrage ist.