Sony Ericsson verzichtet beim Aino auf technische Highlights
22.10.2009 von Mtn · Artikel kommentieren
Vollkommen klar: Gerade im Mobilfunksektor gehen die Meinungen deutlich auseinander, wenn gefragt wird, welche technischen Voraussetzungen beim Handy unbedingt erfüllt sein müssen und welche Technologien eher verzichtbare Spielereien sind. Einigen können sich die meisten Handy-Nutzer mit Interesse an neuen Produkten des Marktes aber vermutlich darauf, dass das neue Modell Aino aus dem Hause des Herstellers Sony Ericsson alles bietet, was ein neues Handy eben braucht, um eine möglichst weit gefächerte Zielgruppe ansprechen zu können.
Darüber hinaus verzichtet man beim neuen Gerät aber auf alles, was nicht als Basisausstattung der neuen Handy-Generationen verstanden werden kann. Dadurch bietet das Aino bei näherer Betrachtung tatsächlich nach Auffassung vieler Tester eine übersichtliche Handhabung, die den Einsatz selbst für Laien möglich macht. Wichtig ist für die Mehrheit der (vor allem jungen) User die Handykamera, die hier mit acht Megapixel durchaus ordentliche Werte vorweisen kann, allerdings recht viel Zeit zum Abspeichern benötigt. Zudem ist von einigen Schärfeproblemen zu lesen.
Auch A-GPS gehört zum Standard des Aino, um den Nutzern über die Software Wayfinder jederzeit eine zielgenaue Standort-Bestimmung vornehmen zu können. Allerdings gibt es einen Wehrmutstropfen: Wayfinder ist auf dem Handy als Testversion nur für einen Monat verfügbar. In Sachen Design setzt Sony Ericsson gewohnt auf das beliebte Slider-Format, erhältlich ist das Aino in den schlichten Farben Schwarz und Weiß und überzeugt sowohl mit Verarbeitung als auch der Handhabung. In Sachen mobilem Internet sorgen WLAN und HSDPA für die nötigen Möglichkeiten, die von der Mehrheit der Nutzer inzwischen als Basic vorausgesetzt werden.
Bestechen kann das Aino in den aktuellen Tests vor allem im Bereich der Sprach- und Klangqualität, sowohl beim MP3-Player als auch bei der Gesprächsführung im Allgemeinen. Optimaler Musikgenuss wird durch das zum Lieferumfang gehörende In-Ear-Headset samt leicht zu bedienender Equalizer-Funktion des Sony Ericsson Aino garantiert. Dank der ebenfalls mitgelieferten SD-Karte mit acht Gigabyte Speicherkapazität steht der Nutzung des Gerätes als Jukebox für unterwegs nichts im Wege. Der Einsatz externer Boxen und Kopfhörer ist durch den zusätzlichen Klinkenstecker-Anschluss im Format 3,5 Millimeter möglicht.
Zurück zum mobilen Web. Hier berichten die Experten derzeit (per WLAN wie auch per HSDPA) über relativ lange Ladezeiten, vielleicht ein noch zu verbessernder Aspekt für den Hersteller. Problematisch wird für Interessanten das recht üppige Format sein. Mit 136 Gramm fügt sich das Aino wohl eher nicht unbemerkt in die Tasche des Oberhemdes ein. Ein Glücksgriff kann das Gerät dennoch wie gesagt für diejenigen Handy-Fans sein, die zugunsten leichter Bedienbarkeit auf allzu viele Extras gerne verzichten.